Gasverbrauch und Stromkosten in einer Druckerei mit dem S0-Recorder gemessen und aufgezeichnet

Energie-Monitoring in einer großen Druckerei

Die Firma Variograph, ein mittelständisches Druckerei-Unternehmen, produziert mit circa 100 Mitarbeitern unterschiedlichste Printmedien mit großer Auflage. Der Betrieb setzt den S0-Recorder zum Monitoring verschiedener Parameter wie Gasverbrauch und Stromkosten ein und überwacht somit die gesamten Energiekosten der Produktion.

Mit einem durchschnittlichen Strombedarf vom 330 kW werden zwei große Druckmaschinen der Firma MAN Roland mit jeweils 5 Farbdruckwerken, dazugehörige UV-Trockner und nachgeschaltete Ausrüstungs-Maschinen für Verpackung etc. mit Strom gespeist.

Der Lastgang wird quasi in Echtzeit als 10-Sekunden-Wert dargestellt und kann über Tage, Monate oder auch Jahre z.B. als Diagramm in verschiedenen Auflösungen beobachtet werden.

In der Abbildung rechts ist im oberen Teil die Tagesansicht des Strombedarf einer Druckmaschine dargestellt, im unteren ein mit der Maus gezoomter Zeitbereich von ca. 3 Stunden.

Nachdem anfänglich nur der Gesamt-Strombezug gemessen wurde, hat das Unternehmen sukzessive  den S0-Recorder erweitert und im jetzigen Ausbaustadium den Stromverbrauch nahezu aller Produktionsmaschinen einzeln erfasst.

Da der Gasverbrauch der Trocknungs-Einrichtung einen erheblichen Kostenfaktor darstellte, kam auch hier ein Impulsgeber mit S0-Adapter am Gaszähler als Erweiterung zum Einsatz.

In Planung sind zusätzliche Sensoren für die Messung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Bis zu 32 dieser Klima-Sensoren können über eine Zweidrahtleitung auf einer Strecke von maximal 300 Metern angeschlossen werden.

Diese Klimadaten können gemeinsam mit Gasverbrauch und Stromkosten in einem gemeinsamen Liniendiagramm gezeigt werden.

Der Energiebedarf der Hilfsaggregate für Kühlung sowie der Stromverbrauch der Kompressoren für die Druckluftversorgung werden vom S0-Recorder ebenfalls aufgezeichnet.

Der Energieverbrauch für Beleuchtung und Lüftung wird nun ebenfalls getrennt erfasst, fällt aber bei den hohen Anschlussleistungen der Produktionslinien kaum ins Gewicht.

Eine parallel von der Software gespeicherte Jahresdatei mit arithmetischen Mittelwerten für jede Stunde ermöglicht z. B. die Beobachtung jahreszeitlicher Korrelationen.